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Christian, du spielst in der Bundesliga und der Nationalmannschaft. Wie hast du es so weit geschafft? bist du „Senkrechtstarter“, der schon früh entdeckt wurde, oder bist du eher der Spätzünder? Das kann man sehen, wie man möchte, ich habe mit 17 Jahren angefangen in der 2. Bundesliga bei Fredenbeck zu spielen, ohne vorher aber mal in der Jugend-Nationalmannschaft zu spielen.
Wann hast du mit dem Handball angefangen? Ich habe 1979 mit zehn Jahren angefangen, also relativ spät eigentlich.
Welche Vorbilder hattest du damals und welche hast du jetzt noch? Vorbilder direkt hatte ich eigentlich nie, jedenfalls nicht in meiner Sportart. ich habe mir immer nur Sachen bei anderen Spitzensportlern wie „Magic“ Johnson, Michael Jordan oder Boris Becker abgeschaut bzw. erlesen. Ich bin der Meinung, jeder sollte seinen eigenen Weg versuchen zu gehen.
Hast du mal in einer Auswahl (Kreis/Bezirk/Landesauswahl/DHB) gespielt? Hast du das Gefühl, dort etwas gelernt zu haben? Ja, ich habe in der Hamburger Auswahl und dann in der Norddeutschen Auswahl gespielt, dort lernt man sich mit leistungsstarken Spielern zu messen und sich durchzusetzen.
Was siehst du selbst als größten Erfolg in deiner Jugend? Als wichtigste Sache sehe ich eigentlich, als Jugendlicher schon bei den Herren mitgespielt zu haben, dabei lernt man am meisten.
Wie oft hast du pro Woche in der Jugend trainiert? Im Verein so 3-4 mal plus das Training 1 mal die Woche in der Auswahl.
Hast du immer gerne trainiert? In der Jugend ja, da war man immer freiwillig länger in der Halle, um verschiedene Sachen zu probieren, jetzt ist man schon mal froh, wenn man mal etwas mehr frei hat.
Was machst du am liebsten beim Training? Fußball oder Basketball spielen zum warm machen.
Hast du auf jeder Position gespielt oder spielst du schon immer auf deiner jetzigen Stammposition? In der Jugend habe ich die ersten 3 Jahre im Tor gespielt, dann am Kreis, aber die längste Zeit in der Rückraum Mitte.
Warum spielst du gerade Handball? Was reizt dich an diesem Sport? Ich bin 100-prozentiger Mannschaftssportler und beim Handball ist alles gefragt: Schnelligkeit, Übersicht, Körperkontakt und Kreativität.
Und was würdest du beim Handball als abschreckend bezeichnen und warum? Die Abwehrspieler, die versuchen dir absichtlich weh zu tun, die haben in unserer Sportart nichts zu suchen.
Stell dir vor, du hast ein kleines Kind, 5 Jahre alt. Würdest du das Kind zum Handball als Mannschaftssport schicken oder zum Beispiel zur Leichtathletik als Einzelsport? Warum? Ich habe einen kleinen 5 Jahre alten Sohn. Er spielt sehr gerne Handball, Fußball, Tennis und auch Golf. Er soll das machen, was ihm auch Spaß macht, das kann er ganz alleine entscheiden. Ich bevorzuge aber Mannschaftssport.
Machst du neben dem Handball noch anderen Sport und siehst du es als wichtig an, dass eine Ausgleichssportart betrieben wird? Ja, wie gesagt spiele ich am liebsten Golf oder Tennis, weil ich dort auf dem Platz nur für mich alleine verantwortlich bin. Auch das muss ein Mannschaftssportler lernen.
Arbeitest du neben dem Handball? Ja, ich arbeite im Reisebüro.
Welchen Schulabschluss hast du? Und siehst du die Schule als wichtig an? Ich habe die Fachhochschulreife und die Schule darf auf keinen Fall zu kurz kommen.
Was würdest du abschließend allen jungen Handballern raten? Wenn man gut werden möchte, fleißig trainieren und vielleicht ein Handball-Internat besuchen, wenn man Leistungshandball machen möchte.
Danke für dieses Interview, Christian! Bitte schön.
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